Die Originalpassagen aus Panzrams schriftlichem Geständnis wurden von CREOLE, dem Verfasser dieses Textes, übersetzt. WARNUNG: sie enthalten drastische, zynische und menschenverachtende Inhalte.
„In my lifetime I have murdered 21 human beings, I have committed thousands of burglaries, robberies, larcenies and last but not least I have committed sodomy on more than 1000 male human beings For all those things I am not the least bit sorry. I have no concience so that does not worry me. I dont believe in man, God or Devil. I hate the whole damn human race including myself.“
Zu den Foltermethoden in amerikanischen Gefängnissen. Lest Panzrams Original Schilderungen

Sicher ist der 1891 geborene und 1930 hingerichtete Carl Panzram Wasser auf die Mühle all jener, die an die Theorie der „bösen Saat“ glauben. Ein waschechter „Natural Born Killer“.
Natürlich erlebte er in seiner Kindheit extrem harte Zeiten. Der Sohn deutscher Imigranten musste als Kind auf dem Feld schuften, während er die Kinder wohlhabenderer Leute beim Spielen beobachtete. Als er ein kleiner Junge war verließ sein Vater die Familie und die Mutter musste mit 2 Söhnen die magere Farm in Minnesota mehr schlecht als recht bewirtschaften.
Im Alter von acht Jahren wurde er wegen Trunkenheit arretiert. Aber er lernte dazu. In seinen memoiren schildert er die bigotten Methoden einer Religionslehrer, die außer Sonntagsschule, Prügelstrafe und Kindesmissbrauch keine Lehrmethoden kannten. Eines Tages schmuggelte
er einen Colt mit in die schule, in der festen Absicht, seinen Lehrer zu erschießen. aber der konnte dem kleinen Jungen die Waffe entwenden.
Carl machte erste Bekanntschaft mit den berüchtigten „Reform Schulen“, eine Mischung aus Kinderknast und Erziehungsheim. Dort bewies er schnell allen, dass er nicht zu reformieren war. Er brannte ein Lagerhaus der Schule nieder und verursachte einen Schaden von 10 000 Dollar.
Eine der vielen Strafen war wie folgt: „Das Kind wurde nackt auf einen Tisch gebunden. Auf seinem Rücken wurde ein Leinentuch, getränkt mit Salzwasser gespannt. Der Folterer peitschte schließlich den Jungen aus. Das Tuch zerriss, das Salz brannte sich in die Wunden. Die Schmerzen waren unerträglich.
Dies war der Beginn einer der bemerkenswertesten Verbrecherkarrieren Amerikas. Panzram trug einen so unbändigen Hass auf die Menschen (und sich selbst) mit sich, dass alles in dieser Flmme verbrannte und verging.
Für ihn gab es nie eine liebevolle Beziehung, und als er sich bei seinem ersten und einzigen Kontakt mit einer Frau eine Geschlechtskrankheit zuzog, verlagerte er seine unstillbare Libido auf Kinder und Männer, die er zumeist vergewaltigte.
„Ich habe keinen Wunsch, mich zu reformieren Mein einziger Wunsch ist, diejenigen Leute zu reformieren, die mich reformieren wollen. Und ich glaube, der einzige Weg, um Menschen zu reformieren besteht darin, sie zu töten“
Carl Panzram
A Journal of Murder
Carl Panzram schrieb seine Memoiren in den Isolierzellen des Federal Penitantiary, Leavenworth, Kansas. Vieles über sein Leben als
einer der berüchtigtsten Einzelhäftlinge verdanken wir Robert Stroud, dem berühmten „Birdman of Alcatraz“ (Stroud entwickelte während seiner Haftzeit -er war der Mensch mit der längsten Isolationshaft in der Geschichte der westlichen Justiz- die Fertigkeiten, Vögel zu kurieren und erlangte dadurch Berühmtheit. Seine Lebensgeschichte wurde mit Burt Lancaster in der Hauptrolle verfilmt). Stroud schildert in seinen Aufzeichnungen, wie er dem tobsüchtigten Panzram in der Nachbarzelle, eine halbe Rasierklinge zuschmuggeln ließ, samt der Anweisung, wie er sich selbst damit töten könnte. Panzram versuchte es, aber es misslang.
In seiner Zelle schrieb Panzram sein „Journal of Murder“, wohl eines der schockierendsten Zeitdokumente, die ich je gelesen habe. Darin schildert er seinen Werdegang als Mörder, Kindervergewaltiger und Brandstifter. Ein einziger Mensch gewann Panzrams Vertrauen: der junge Justizbeamten im Leavenworth, Kansas DC Jail mit namen Henry Lesser. Ob Panzram ihn wirklich „liebte“ mag angezweifelt werden, angesichts seines soziopathischen Wesens, aber immerhin: er hätte den jungen Schließer mehrfach umbringen könnern, tat es aber nicht. Es war wohl doch Liebe im Spiel.
„I tell you now, that the only thanks you or your kind [gemeint ist die Gesellschaft] will ever get from me for your efforts on my behalf is that I wish you all had one neck and that I had my hands on it.“
Für Panzram brechen im Alter von 15 Jahren seine Zeiten als Hobo an. Mit den Güter- und Personenzügen
Die Vergewaltigung
Eines Tages reiste er auf einem großen Holztransport, als er sich einigen Arbeitern anschloss, die ihn mit Bier und Whiskey betrunken machten und anschließend vergewaltigten. Panzram war beinahe halbtot und verzweifelt. Aber in seinen Memoiren chreibt er:
„Ich lernte, dass es unter anderem zwei Dinge auf der Welt gab, die spaß machten: Whisky und Sodomie“
[Anmerkung: „Sodomie bedeutet im englischsprachigen Raum eigentlich homosexuellen Verkehr. Im Deutschen bedeutet es im Grunde „Sex mit Tieren“. Nach einigen Recherchen sprachlicher, sowie fachlicher Natur, möchten wir hier den Begriff „Sodomie“ stehen lassen, weil es nat. ein Licht auf den Tatbestand in anglizistischen Ländern wirft. Wir danken einem Leser für den Korrekturvorschlag]
Es folgt eine endlose Reihung von Verbrechen und Gefängnisaufenthalten. Panzram beschreibt, wie sehr er unter den Foltermethoden der Gefängnise gelitten hatte und wie gemein, brutal und hinterhältig er dadurch wurde. Er nutzte jede Gelegenheit, um Aufstände anzuzetteln, er brannte Gebäude nieder, vergewaltigte Mithäftlinge und in einem Fall wurde extra für ihn, den Unbelehrbaren sogar ein kleiner Isolationsbau innerhalb des Gefängnishofes gebaut.
Die Menschen haben mich zu dem gemacht, was ich bin. Und wenn die Menschen, das was sie aus mir machten, nicht mögen, sollen sie sich gefälligst selbst schämen.“
Einmal flüchtete sich Panzram (der ständig seinen Namen wechselte, weil er in immer mehr Bundesstaaten gesucht wurde) in die Armee. Aber er widersetzte sich seinen Vorgesetzten, landete im Militärgefängnis (wo er wieder einen hunderttausend Dollar Brand legte – was ihm nicht nachgewiesen werden konnte) und wurde unehrenhaft entlassen. Sein Leben als räuberischer, hasserfüllter Hobo auf der Flucht ging weiter.
In seinen aufzeichnung schildert er ein plastisches Bild der Gefängnisse am anfang des 20. Jahrhunderts: überfüllt, die Wärter zum großen Teil reine Sadisten, unmenschliche Strafen, Folterungen, Demütigungen, Grausamkeit der Gefangenen unter einander, Vergewaltigungen, Hoffnungslosigkeit.
„I would spend all my spare change on bullets. I would take potshots at farmers’ houses, at the windows. If I saw cows or horses in the fields, I would cut loose at them.“
Seine Odyssee quer durch die Vereinigten Staaten und deren Gefängnisse setzte sich fort.
„Whenever I met one that wasn’t too rusty looking I would make him raise his hands and drop his pants. I wasn’t very particular either. I rode them old and young, tall and short, white and black. It made no difference to me at all except that they were human beings.“
Um einen tiefen Eindruck in Panzrams Seele zu bekommen, betrachten wir einen Zwischenfall, der sich auf einem Güterzug ereignete, der von Fresno, Kalifornien in nordöstlicher Richtung fuhr.
Panzram bestieg als Hobo eines der sogenannten „Boxcars“, wo er zwei weitere, junge Männer vorfand. Er plante die beiden zu vergewaltigen, aber ein Bahnpolizist erwischte die Schwarzfahrer.In seinen eigenen Worten:
„Ich zog meine Kanone und sagte ihm, dass ich der Bursche bin, der durch die Welt zieht und den Menschen Gutes tut.Und ich fragte, ob er etwas davon wollte. Er jammerte, nein, er wäre ein guter Junge und hätte noch nie jemand von seinem Zug geworfen.Und als Beweis seiner Freundlichkeit wollte er ein auge zudrücken und uns etwas Geld geben.
Er gab mir sein geld. Und auch eine Uhr samt Kette. Danach war er so freundlich, sich die Hosen herunterzuziehen und ich ritt ihn auf dem Boden des Frachtwagens. Als ich mit ihm durch war, forderte ich die beiden anderen auf, ihn zu besteigen, aber sie sagten, sie hätten keine Freude an derlei Vergnügen.
Aber mit etwas freundlicher Überredung und der Unterstützung meiner Kanone, taten sie es schließlich doch.
Anschließen warf er alle aus dem Zug. Er fuhr „etwas 20 oder dreißig“ Meilen, und Panzram geht davon aus, dass sich keiner schwer verletzt hatte.
Weiter ging es auf seiner unsteten Flucht. Spätesten hier merkt der Leser, das Panzram nicht nur Opfer eines unmenschlichen Foltersystems war: er war mehr. Seine Bosartigkeit, sein hass auf die Welt war ausdruck einer gestörten, soziopathischen Persönlichkeit, die, wenn überhaupt, nur Mitgefühl für sich selbst empfinden kann. Sein Motto während seiner Karriere als Hobo (man bedenke: Panzram verbrachte während der 39 Jahre seines Lebens nur etwas mehr als 12 in Freiheit. Umso erstaunlicher das, was noch kommen sollte.
„Be a man either great or small in size
Colonel Colt will equalize.“war sein Wahlspruch.
In Virginia stiehl er eine alte 15 Meter Yacht mit Namen Akista und überführte sie in den Hafen von New York, wo er, angesichts der zahllosen Seemänner in den Spelunken einen neuen Plan fasste. Dieser zeigt (meiner Meinung nach), dass Panzram nicht aus Not morderte, sondern weil es ihm einfach Spaß und Befriedigung verschaffte.
Nach und nach heuerte er als Captain John O’Leary 10 Matrosen an, machte sie an Bord besoffen, raubte sie aus, vergewaltigte sie und tötete sie mit einem schuss aus seiner 45er. #
(„I would get my .45 Colt blow their brains out.“)
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Gemetzel in Afrika
Nach einem heftigen Schussgefecht mit der Polizei änderte Panzram eines Tages komplett seine Pläne. Er floh aus dem Staat Connecticut, heuerte auf einem Frachtschiff an und fuhr nach Angola in Afrika.
Er bekam einen Job als Sklaventreiber bei der amerikanischen Ausbeuterfirma sinclair Oil.
(Die Ironie: der Eigentümer der Company verbrachte einige Jahre später wegen Betruges ein Jahr im selben Gefängnis wie Panzram. Allerding in weitaus luxuriöserem Ambiente).
Panzram ging wieer auf Raubzug. Er entführte einen zwölfjährigen Afrikanerjungen, um ihn zu vergewaltigen. Wir lesen wieder Panzrams eigene Schilderung:
„Ein kleiner Niggerjunge, ungefähr elf oder zwölf Jahre alt, bummelte seiner Wege. Anscheinend suchte er etwas. Und er fand es. Ich brachte ihn zu einer Kiesgrube, etwa eine viertel Meile vom Camp der Sinclair Oil Company entfernt. Dort liegt er heute noch. Bevor ich mich wieder davonmachte beging ich ein wenig Sodomie an ihm und brachte ihn anschließend um.
Sein Gehirn spritzte aus seinen Ohren und er wird niemals mehr tot sein, als damals. Er liegt immer noch dort.“
Krokodiljagd
Panzram beschloss, eine lukrativere Tätigkeit anzunehmen. Für Krokodile konnte man damals in den Staaten einen saftigen Verkaufspreis erzielen. Also heuerte Panzram sechs Afrikaner samt ihrem Kanu an und ging auf Krokodiljagd.
Unterwegs wollten die Afrikaner wegen eines Anteils am Gewinn mit Panzram verhandeln. Er tötete alle sechs, einer nach dem anderen und warf sie den Krokodilen (in der Tat, berichtete er später, waren noch einige am Leben) zum Fraß vor. Hier wieder seine eigenen Worte:
„Für Menschen mit durchschnittlicher Intelligenz erscheint es wohl beinahe unmöglich, sechs menschen auf einen Schlag zu töten. Aber sie kennen nicht die Details. Es war viel einfacher, diese sechs Nigger zu töten als die beiden 12jährigen Jungen, die ich später umbrachte.
In Afrika gibt es Bullen, die 2000 Pfund wiegen und eine enorme Kreaft entwickeln können. Und dennoch kann ein drei Meter langes Krokodil einen solchen Bullen töten. Und jeder dieser sechs Nigger, die ich umbrachte, konnte ein Krokodil töten und aufessen. Sie tun das jeden Tag, nur mit ein paar Stöcken, Stricken und einem stück verwesten Fleisch.
Ich war bewaffnet und vorbereitet. Ich hatte das Wissen und die deutsche 9mm Luger automatik und eine Menge Munition.
Die Nigger erwarteten nichts. wir waren zu siebt im Kanu und sie alle saßen mit dem Rücken zu mir. Ich schoss jedem eine Kugel in den Rücken, lud nach und schoss jeden noch einmal in den Kopf. Nicht alle waren tot. Ich warf sie über Bord und die Krokos taten den rest. Das Kanu war registriert und es müssten heute noch Kugeln in seinen Holzwänden zu finden sein.“
Der Hass in Panzram erreichte schwindelerregende Höhen. Er sollte sich später im Gefängnis reuevolle Vorwürfe machen: „Ich war ein jämmerlicher Schwächling, weil ich nur 21 ausgenipst hatte.“
Krieg
Zurück in den Staaten, sinnt Panzram auf Krieg. Während seinen langen Haftstrafen hatte er geplant, wie man Züge zum entgleisen bringen könnte. Aber sein Meisterplan war, einen Krieg zwischen England und amerika anzuzetteln. Zu diesem Zweck wollte er ein Boot mieten, es mit Kanonen bestücken und mit wehenden englischen Fahnen schießend in den New Yorker Hafen einlaufen. Dann wollte r sich schnell in sicherheit bringen und zusehen, wie sich die gehasste Spezies selbst vernichtet.
Die kriminelle Energie in Panzram war sicherlich höher, als die der meisten Verbrecher vor und nach ihm. Wäre er in der Antike geboren, hätte er ein zweiter Alexander der Große werden können. Es war aber ein anderer Pschopath, der das durchführte, wovon Panzram nur träumen konnte. Der Mann war vielleicht nicht schlauer oder brutaler, aber er fand mehr Rückhalt bei den Menschen. 1933, drei Jahre nach Panzrams Hinrichtung ergriff jener Mann in Deutschland die Macht.
Ein Mord in Salem
In Salem, Massachusetts traf Panzram (zwischen weiteren Einbrüchen und Raubüberfällen) den zwölfjährigen George Henry McMahon, den er mit sich lockte.
„Ich lauerte den Schwachen,den Hilflosen und den Ahnungslosen auf.“
Panzram versprach dem Kind 50 Cents, wenn es ihn begleitete. Sie fuhren mit einer Straßenbahn in einen Stadtbezirk, mit vielen verwaisten Grundstücken. Was dann geschah, schildert uns Panzram selbst:
„Ich grapschte seinen Arm und sagte ihm, dass ich ihn töten würde. Ich verbrachte eine Stunde mit dem Jungen und sodomierte ihn sechs mal. Danach tötete ich ihn, indem ich ihm mit einem stein das Gehirn herausdrosch. Ich hatte mehrere Lagen Papiertücher in seine Kehle gestopft.“
Wegen eines Einbruchs wurde Panzram schließlich zu 25 Jahren Isolationshaft in Leavenworth, Kansas verhaftet. Nach dem Urteilsspruch huschte ein teuflische Grinsen über das Gesicht des Killers und er sagte zu dem Richter: „Besuchen Sie mich!“
In Leavenworth erreichte Panzram den Höhepunkt seiner Misanthopie. Er verkündete jedem „Den ersten, der mir dumm kommt, bringe ich um.“
Panzram legte das eigene Wort sehr frei aus und erschlug den Vorsteher der Gefängniswäscherei, Warncke, brutal mit einer Eisenstange.
Eisenstange. Während seines Amoklaufs nahm er sich lauthals vor, mindestens zwölf weitere Menschen totzuschlagen, was er glücklicherweise nicht durchführen konnte.
Am 5. September 1930 sprach die Jury nach nur 45 Minuten Beratungszeit Carl Panzram für schuldig. Eigens für ihn wurde im Staate Kansas die Todesstrafe wieder eingeführt und Panzram sollte am Galgen enden.
Ein Urteil so recht nach seinem Geschmack. In seiner fensterlosen Zelle focht er mittlerweile andere Kämpfe: er begann unter schweren Depressionen zu leiden und versuchte sich an Kants „Kritik der reinen Vernunft.“ Wie viele von uns, an diesem Wek gescheitert waren, scheiterte auch Panzram. Er zerriss ds Buch in einem Tobsuchtsanfall.
Ein weiterer Zwischenfall machte ihn in seiner Todeszelle rasend. Die Gesellschaft zur Abschaffung der Todesstrafe woillte seine Hinrichtung verhindern, wohl weil Panzram offensichtlich ein Produkt der inhumanen Justiz geworden war. Panzram wäre nicht der weitgereiste (er bereiste über 30 Länder, darunter Europa, wo er die interessantesten Museen besuchte, so auch den Prado in Madrid), beinahe intellektuelle Mörder, wenn er dies auff sich hätte beruhen lassen. Unverzüglich schrieb er folgenden Brief:
Society for the abolishment of
Capital Punishment
National Headquarters
Washington DC
May 23rd 1930
[…] Nun komme ich zu dem Grund, warum ich diesen Brief schreibe. Ich wurde darüber informiert, dass Ihre Gesellschaft meine Todesstrafe in lebenslängliche EInzelhaft umwandeln lassen möchte. Sie tun das ohne meine EInwilligung und absolut gegen meinen Willen.
Ich glaube, dass Ihr Bemühen, meine Todesstrafe umwandeln zu lassen darin begründet sind, dass die Todesstrafe unmenschlich ist.
Und vermutlich ist ein weiterer Grund, dass Sie mich für unzurechnungsfähig erklären lassen wollen.
Jetzt erkläre ich Ihnen nicht nur, dass die Todesstrafe für mich absolut korrekt ist und überdies eine sehr humane Form der Bestrafung.
[…]
Außerdem glaube ich, dass der Tod für mich ein großes Vergnügen und eine Erleichterung sein wird. Ich werde aus dieser Gruft voller Freuden heraustanzen, direkt unter den Galgen, m,it einem Lächeln aufmeinen Lippen und Glückseligkeit in meiner Seele.
Den einzigen Akt der Dankbarkeit für Ihr Bestreben liegt darin: „Ich wollte ihr alle hättet nur einen einzigen Hals, den ich mit meinen Händen umdrehen könnte! Ich würde euch sicherlich von eurem miesen Leben befreien, wie ich es bereits mit vielen anderen getan habe.
My motto is: „Rob ‚em all, rape ‚em all, kill’em all!“
Ich verbleibe Ihr
Copper John II
Carl Panzram.
Copper John bezieht sich auf eine Kupferstatue auf dem gefängnisdach von Auburn. Die Gefangenen sagten dazu:
„Ach, könnte copper John doch nur sein Gesicht umdrehen, damit er sieht, was hier mit uns geschieht!“
Als Panzram am tage seiner Hinrichtung von den wachen und den Priestern (die er seit seiner Kindheit am meisten von allen Menschen hasste) wurde er von der Presse gefragt, ob und was er denn bedaure.
Er sagte: „Ja, ich bedaure, dass ich dieses verdammte Magazin hier nicht zu Ende lesen darf!“
Auf seinem Weg zum Galgen spuckte er einen Reporter an, der wohl die passendste Headline seines Lebens schrieb, von der sogar Hemmingway noch profitieren würde.
Er schrieb:
„Wo hatte dieser Mann auf dem Weg zum Galgen noch seine Spucke her?“
Als der Henker zu lange brauchte, bis er den strick um Panzrams Hals gelegt hatte, sagte dieser (seine letzten Worte):
„Beeil dich du Bastard. In dieser Zeit hätte ich bereits ein Dutzend Männer umbringen können!“
Zu den Foltermethoden in amerikanischen Gefängnissen. Lest Panzrams Original Schilderungen