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  Anchor’s aweigh!
„Lichtet den Anker“

Black Jack
Ein Tablett aus Leder durch einen Teeranstrich festgemacht. Diente in den Hafenspelunken als Serviertablett

Bilge
Der tiefste Punkt eines Schiffes innerhalb seiner Hülle. Dort unten sammelte sich alles mögliche: Widerwärtige Brühe, Fäkalien und so fort. Am Stand des Bilgenwassers war auch ein eventuelles Leck zu entdecken. Die Bilgenratte diente und dient natürlich als eine üble Beschimpfung unangenehmer Zeitgenossen.

Black Spot
Falls der Pirat des Schreibens mächtig war oder auch -praktischer Weise – nicht, diente ein weißes Blatt Papier mit einem „schwarzen Fleck“ darauf eine Art, den Rivalen herauszufordern. Üblicherweise wurden solche Einladungen an Land überbracht.

Blow the man down!
Typischer Ausruf (Hailing) Bedeutet nicht mehr und nicht weniger als: „Bring den Kerl um!“

Bowsprit
Bugspriet, der vorderste, schwertartige Teil eines Schiffes. Der Kopf des berühmten Piraten Blackbeard wurde nach dessen Hinrichtung am Bowsprit zur Abschreckung aufgehängt. Am Bowsprit wurden auch die bekannten „Galeonsfiguren“ (meist Seefahrergöttinnen) angebracht.

Buccaneer
Bukanier. Ehemalige Viehdiebe der unter spanischer Herrschaft stehenden Karibik-Insel Hispaniola, von den Spaniern verfolgt und gewissermaßen zur Piraterie getrieben. Ab 1660 gründeten diese Piraten (Privateers) deren ursprüngliche Aufgabe es war, spanische Schiffe anzugreifen, in der Karibik eigene Stützpunkte. Darunter die „übelste Stadt der Welt“, Port Royale auf Jamaica. Bukaniere galten als besonders sauf-erprobt und grausam.

Corsair
Korsar. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert im Mittelmeer operierende Piraten. Die „Barbaren“ unter den Korsaren hatten ihre Heimat in Nordafrika (Algier, Tripolis, Tunis), wo sie von Muslimen angeheuert wurden, Schiffe unter christlicher Flagge anzugreifen. Andererseits gab es die christlichen Korsaren, die sogenannten „Malteser“, die von den Rittern des Johanniterordens angeheuert wurden, um ihrerseits muslimische Schiffe zu versenken. Die Korsaren trieben ihr Unwesen bis hoch zu den Küsten Irlands und Schottlands. Als die Franzosen 1830 Algier besetzten, war dies zugleich der Untergang der „Korsarenflotten“

Davy Jones Locker
Locker = abschließbarer Schrank. Es gibt viele möglichen Herkünfte für diesen Ausdruck. Einmal galt „Jones“ als Verballhornung von „Jonas“, der im Bauche eines großen Fisches überlebte. Andere vermuten in Davy Jones einen Piraten. Auf jeden Fall ist es eine endgültige Angelegenheit: Wer auf See stirbt, landet in Davy Jones Schrank.

Dublone
Eine spanische Münze.

Flibustier
Französische Bezeichnung für Piraten, während der Hochzeit 17. und 18 Jahrhunderts

Flog
Das Auspeitschen oder Verprügeln eines Crewmitglieds als Strafaktion.

Galeone
Galleon. Großes Kriegs- oder Handelsschiff mit Vier oder mehr Masten.

Hold
Der Frachtraum eines Schiffes unter dem Mitteldeck

Jolly Rogers
Aus dem Französischen „Jolie Rouge“, die „rote Flagge“ der Piraten verballhornt. Die berühmteste aller Piratenflaggen: ein Totenschädel, darunter zwei gekreuzte Knochen. Es gibt ganze Abhandlungen darüber, wann wie und wo diese Flagge benutzt wurde. Eines ist jedoch klar: sie bedeutete eine frühe Form der psychologischen Kriegsführung. Ein Entergefecht ist auch für die angreifenden Piraten kein Picknick, also probierten sie es erst einmal mit Einschüchtern. Andererseits heißt es, die Flagge wurde bewusst NICHT gehisst, um eventuelle Beuteschiffe nicht zu verjagen. In diesem Fall war die Flagge nur ein Bestandteil des unmittelbar bevorstehenden Angriffs und/oder der anschließenden Feierlichkeiten. Natürlich spielten auch die alten Piraten gerne „Capture the Flag“ und nachdem die meisten unter ihnen einen ureigenen, abgewandelten Jolly Roger hatten, galt es als besonders heldenhaft denjenigen der Rivalen zu erbeuten.

Kielholen
Von „Keel Haul“. Eine beliebte Form der Folter oder der Todesstrafe. Der Delinquent wurde an ein Seil gebunden und unter dem Kiel des Schiffes von einer auf die andere Seite gezogen. Da der Kiel meist mit sehr scharfkantigen Muscheln bewachsen war, bedeutete das Kielholen meistens den Tod, zumindest aber extreme Schmerzen.

Landlubber
Landratte

Letter of Marche, Letter of Reprisal
Schlicht ein Freibrief eines Herrschers für einen Seemann, ein Schiff einer befeindeten Nation zu plündern Als Beispiel siehe

Long Boat
„Put him in the long boat ‚til he’s sober“ heißt es in dem wohl bekanntesten shanty, Draunken sailor. Long Boats waren die größten Beiboote eines Schiffes. Piraten pflegten dort ihre Schätz aufzubewahren. So brauchte man nicht erst lange zu suchen und zu schleppen, falls das Mutterschiff sinken sollte.

Long Clothes
„Lange Kleidung“ ist für einen Piraten und Seefahrer nun wirklich nicht praktisch, während er auf den Masten und Segeln herumturnen muss. Lange Kleider trugen nur Landratten. Und dies bedeutet auch der Ausdruck.

Mizzen
Der mittlere Teil eines Schiffes. Der Mizzen-Mast ist der Hauptmast.

Marooning
Aussetzen einer in Ungnade gefallenen Person auf einer möglichst kargen, Trinkwasser freien Insel weit vom Schuss.

Matie
Kumpel, Crewmitglied

Moidore
Portugiesische Münze.

Picaroon
Sehr unangenehme Mischung aus Sklavenhändler und Pirat.

Pirat
Jede Form des Diebstahls begannen auf der See wird als Piraterie bezeichnet.

Privateer
Freebooter, Freibeuter Ein Seefahrer der einen „Kaper- oder Freibrief“ (Letter of Marquis) besitzt, welcher ihm erlaubt jedes schiff einer befeindeten Nation zu anzugreifen, zu plündern und zu versenken. Diese offizieller Erlaubnis, machte den Privateer zu einem Erste-Klasse-Pirat.

Ponton
In England ein Gefängnis für Piraten, bestehend meistens aus einem ausgeräumten alten Wrack vor der Küste.

Poop Deck
Puppdeck. Höchster Teil eines Schiffes. Meist der hintere Teil direkt über dem Quartier des Captains

Quarter
Gnade, die ein Pirat dem Besiegten gewährt.

Salmagundi
Das Standardessen bei Piraten. Hauptzutaten: Gewürze und Salz. Im Allgemeinen wirft der Smutje (Schiffskoch) alles was er an (noch) Essbarem findet in einen Kessel, kocht es mürbe und würzt es anschließend mit Knoblauch, Senfsaat, Pfeffer. Damit es auch schmeckt wird alles mit viel Öl und Essig durchweicht

Salty
Bezeichnung für einen besonders barbarischen Piraten

Scallywag
Betrüger, mieser Kerl

Sea Dog
Alter Hase auf See

Shiver me timbers.
Ein weiterer beliebter Seefahrer Ausdruck. Die Idee von zitterndem Holz (timber) rührt wohl auch vom gleichnamigen Hauptmast, getroffen durch eine feindliche Kanonenkugel. Auf gut Privatendeutsch würde man wohl sagen: „Donnerwetter“ (um es feingeistig auszudrücken!).

Spanish Main
Die heutigen Küsten des ehemals span. Südamerikas: Panama, Kolumbien und West-Venezuela, früher unter Spanischer Herrschaft. Kurzform von Spanish Mainland, Terra Firma

Strike Colors
Das Einholen der Flagge um die Kapitulation zu signalisieren.

Swing the Lead
Das Blei schwingen, bedeutete, die Wassertiefe vermittels eines an einem langen Seil befestigten Stück Bleis zu messen. Da diese Arbeit sehr beliebt (weil leicht) war, nannte man einen Faulpelz auch einen „Bleischwinger“

Über die Planke gehen
To Walk The Plank Ob es wirklich eine der vielen berühmten Hinrichtungsarten im Piraten-Milieu war, ist historisch nicht überliefert. Aber gut vorstellbar. Der Delinquent musste mit verbundenen über eine Planke laufen, die im Nichts endete. Entweder ertrank der somit Bestrafte oder wurde von Haien zerfleischt.

Yellow Flag
Die gelbe Flagge, bedeutete im Allgemeinen „Gelbfieber an Bord!“. Viele Handelsschiffe versuchten durch das Hissen der gelben Flagge, Piraten abzuschrecken.