ZAUT AN TERRA : TERRA AN ZAUT

TERRA AN ZAUT : ZAUT AN TERRA

Liebste,

seit der OP träume ich davon, dass ich Dinge mache… Musik oder Theater… einmal konnte ich mit meiner Musik (frag nicht welche, einfach Musik) einen riesigen bunten zeppelingroßen Feuerfisch in den Himmel steigen lassen und das über einem großen, alten schlossähnlichem Haus, in dem ich eine öffentliche Kneipe, den Lukkulustempel eingerichtet hatte… jeder Schluck, jeder Bissen ein Fest. Ein andermal hab ich Musik gemacht, stehend auf einer höllischen Achterbahn und alle Leute drumrum waren wirklich freaky angezogen, Paradiesvögel, bunt, schillernd.

Ich hatte darunter ein wundervolles, unterirdische Paradies errichtet – glaub mir: es war gigantisch. Zumindest musste es das sein, denn obwohl ich es erschaffen hatte, war es mir unmöglich, dort hinein zu gehen. Die Zugangstunnel waren eng wie Fuchsbauten und ich bin ein 2-Meter großer Mann. Ich wusste, auch aus dem TV, dass dort unten eine riesige Sammlung von allen Beo-ähnlichen Vögeln in einem Dschungeltreibhaus waren, Restaurants und viel, viel, viel Wasser. Obgleich alles unterirdisch war, konnte ich das Zentrum sehen: einen See mit Millionenfach smaragdfarbener Oberfläche. Aus und in dem See ragten Elefanten aus Stein gehauen, die so angeordnet waren, dass ihre Körper ein Tor bildeten, welches das „Katzentor“ genannt wurde. Frag nicht.

Und dann hatte ich da Kreaturen, die hießen Lubus: sie sahen aus wie zigarrenförmige, Bierfass große Bestien mit Mäulern voller Zahnreihen. Die Viecher sind überall aufgetaucht, haben sich Besucher des Parks geschnappt und ins Unterholz verschleppt. Teile des Parks hatten einen echten Himmel, mit Sonne, Wolken und allem.

Ich saß an den engen Eingangsröhren, durch die wohl ein Mensch passt, aber auch nicht richtig und sehe ganze Familien da drin verschwinden. Die, die rauskommen sind soooooooooooo glücklich!

Und dann ist da wieder diese Tür, auf der TED steht (manchmal auch LED) und die mich seit meinem ersten LSD Trip immer mal wieder besucht. Die Tür besteht aus lauter blaugrünen Edelsteinen und die Buchstaben sind sehr plastisch aus Kristallen geformt.

Diese Tür hat viele Eigenschaften, aber ich kann dir keine erklären. Meistens taucht sie „im Keller“ auf. Nun, hier war sie irgendwie in der Felswand, durch welche die engen Tunnel in den Park führten. Natürlich kamst DU aus der TED-Tür und guckst mich an wie auf dem Foto aus Australien wo du diesen Dingo streichelst. Du sagst, ich soll mich nicht so zieren und was denn dabei wäre, schließlich wäre das ja MEIN Park und überhaupt! Und weg bist du, verschwunden in dem Fuchsbau. Ich will dir hinterher, aber ich zögere. Dann taucht dieser Lubu auf, der kann sprechen und flüstert in mein Ohr, dass es einen ZWEITEN Eingang zum Park gäbe. Ich folge dem Vieh durch den Wald. Überall Fichten, Tannen und Felsen. Und dann, irgendwann, es war wirklich VIEL Zeit vergangen, Jahre??? Dann: sah ich (wieder auf einer Art Bildschirm) diesen „Geheimeingang“ den NICHT ICH konstruiert hatte. Das Ding war ein Wunderwerk an Technik und Streben, Säulen, Rohre und Metall. Alles in allem erinnerte es mich an die Achterbahn, auf der ich Musik gemacht hatte!!!

Eine Achterbahn die auf merkwürdige, der Schwerkraft widersprechenden Art mit Wasser gefüllt war. Man musste in eine Metallkugel steigen.

Es ging durch wildes, wildes Wasser und war wirklich gefährlich. Toll! Ich wollte dich unbedingt treffen -UNBEDINGT- weil ich dir Teile des Parks zeigen wollte, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Einen Ort weiß ich noch: eine Art Pavillon mit geschwungenen Wänden und Säulen aus Marmor und einem lebendigen Dach aus weißen Vögeln.

Irgendwie fand ich das mächtig cool, zumal der Pavillon in einer dunkelblauschwarzen Felskluft stand, in schwindelnder Höhe über einem endlosen Abgrund und OHNE Himmel. Aber als ich in die Kugel steigen wollte, die mich in den Park runterbringen sollte, war diese bereits weg. Ich konnte ihren halsbrecherischen Abstieg auf dem Bildschirm verfolgen.

Ich fragte das Vieh, WANN denn die nächste Kugel käme, und es sagte „in 100 Jahren“. „Aber dann bin ich bestimmt tot!“ Ich war irrsinnig aufgeregt, denn ich wusste nicht, ob du noch im Park warst oder überhaupt noch am Leben. Es war so, als wäre ich verdammt, ewig leben zu müssen, während andere ganz normal sterben durften.

Auf diese Weise konnte ich dich nicht mehr einholen. Irgendwann war auch das Vieh verschwunden und ich TRÄUMTE im Traum, dass ich in der schlingernden Kugel sitze und dem Park entgegenrausche, aber ich hatte das Gefühl, dass diese MC-Escherhafte Wasserachterbahn niemals enden und ich nie ankommen würde.

Dann bin ich aufgewacht und hab noch lange dagelegen und über dich und deinen Blick auf dem Australienbild nachgedacht.