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In wenigen Monaten werden wir euch auf diesen Seiten, wildweb-tabloid, den Roman „Das Honigmeer“ von Myjhna Mullen, Helmut Halfmann und Gwen Capitain (Illustrationen) vorstellen. Der Roman wird eine Herausforderung sein. Die Geschichte, die wir erzählen, wird schockieren, erschrecken, verstören, aber sie wird auch die besseren, hehren Seiten in uns ansprechen, denn der Weg ins Paradies -so wissen wir seit Dante – führt durch das Fegefeuer und die Hölle. Bis dahin widmen sich die Autoren und Redakteure von wildweb-tabloid einigen klassischen TABLOID Themen. Zunächst aber hier ein kurzer Einblick in unser Projekt:
1871 folterte ein zwölf jähriger Junge im Süden Bostons eine Reihe von kleineren Jungs, indem er sie mit Nadeln, Peitschen und Taschenmessern traktierte. Nachdem der „Boston Dämon“ von den Behörden geschnappt worden war und nachdem er erfolgreich zwei Jahre in einer der berüchtigten „Reform Schools“ abgesessen hatte, war er zum Mörder herangereift. Im Herbst & Winter 1874 folterte und tötete er auf bestialische Weise ein kleines Mädchen und einen kleinen Jungen. Angesichts des zum Tode verurteilten und vom Gouverneur zu lebenslanger Einzelhaft „begnadigten“ Kid Killer, fragten sich die Zeitungen, welche Ursache es wohl gab, einen Jungen zu solch unaussprechlichen Gewalttaten zu verführen. Die Antwort: „Dime Novels“, das erste, erzählende, wirkliche Massenmedium der Welt. Die N.Y. Times und der Boston Globe sahen darin die todbringenden, pervertierenden Verführer der modernen Jugend. Geschichten von barbarischen Indianer-Massakern und räuberischen Flusspiraten, waren Schuld daran, die Phantasie des jungen „Dämons“ soweit zu derangieren. Heute glaubt man diese Schundheftchen (Auch Pulp Fictions oder Tabloids genannt) in den modernsten Massenmedien der Welt wiederzufinden: In brutalen Video-Games, Filmen oder TV-Sendungen. Die Wahrheit? Der „Boston Dämon“ hat in seinem Leben wohl niemals eine Dime Novel geschweige denn ein Buch gelesen. Noch schlimmer! Die schrecklichsten Serienkiller und Massenmörder der Geschichte waren von religiösem Fanatismus geprägt, und konnten ohne Not jede Menge Zitate aus der Bibel wiedergeben. wildweb-tabloid.de greift die gute alte Zeit auf. Wenn auch das Format ein anderes ist, gleicht der Inhalt in seinem monströsen Pathos durchaus den „Pirates of Rio Pecos“. Aber es gibt auch andere Ebenen zu entdecken. Alle Ereignisse, die rund um die Figur „Graumanns“ geschehen, sind historische Wahrheiten. Sein schrecklicher Brief an die Mutter eines seiner Opfer existiert im Original im Joe Coleman Archiv. „Graumanns“ Bibel Besessenheit führen wir aus pietistischen Gründen nicht weiter aus. Nichts ist erfunden, weniges erdichtet, vieles liegt in euch. „Das Honigmeer“ ist nicht bestialisch, sondern menschlich. Ein Tier würde diese Dinge niemals tun. |
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