Charles Starkweather
Caril Ann Fugate
11 Opfer

The Natural Born Killers

„We knowed that the world had give us to each other. We’re goin‘ to make it leave alone“

Starkweather wollte mit seiner neuen .22 slide Action Jagdflinte bei der Familie Velda und Marion Bartlett angeben und erntete überraschenderweise nur eine Ohrfeige von Mr Bartlett.
Charles, Müllfahrer und James Dean für Arme, war nicht gerade der Traum aller Schwiegermütter und Mrs. Bartlett wollte ihre Tochter aus erster Ehe, Caril Ann, sicher nicht an einen der damals so berüchtigten „Halbstarken“ verlieren, einen der überdies nichts als Knarren und bescheuerte Pläne im Kopf hatte.

Wir wissen nicht genau ob Carill Ann auf dem Sofa saß, während Charles ihre Mutter und ihren Stiefvater an einem verschneiten Januartag 1958 erschoss, oder ob sie gerade von der Schule zurückkam.

Charles schlug der 2jährigen Tochter von Velda und Marion, Carils Halbschwester Betty Jean, in ihrem Bettchen den Griff seiner Flinte ins Gesicht und schlitzte dem Baby anschließend mit seinem Messer die Kehle auf.

Nach getaner Arbeit (Wir stellen uns vor, dass Caril immer noch teilnahmslos, ja fast gelangeilt vor der Glotze sitzt), versteckt Charles die Leichen rund um das Haus und macht erstmal Sandwiches.

Er weiß, wie man tötet. Er hatte es bereits einen Monat früher getan, an einer Tankstelle, wo er, der psychopathische Einzelgänger und „Rebell“, das Gehirn eines Angestellten über die Zapfsäulen verteilt hatte.

Nach einer für sie erfolgreichen Verfolgungsjagd, zogen die beiden weiter mordend durchs Land.
Einem Farmer z.B. schossen sie mit Charlies Flinte beinahe den Kopf ab und ein junges Pärchen zählte ebenso zu ihren Opfern. Charles erschoss den 17jährigen Jungen und wollte dessen 16jährige Freundin vergewaltigen. Als er dies nicht zustande brachte, erschoss er sie ebenfalls.

Mit der Polizei und der Nationalgarde auf den Fersen erreichten sie schließlich den Westen von Wyoming, wo Charles den in seinem Auto schlafenden Handlungsreisenden Merle Collinson mit 9 Kugeln erschoss und dessen Auto stehlen wollte.
Aber er konnte die Wegfahrsperre nicht lösen. Ein weiterer Fahrer kam nach einigen Minuten auf den Parkplatz und sah, dass Charles Probleme hatte und wollte helfen. Als er auf der Fahrerseite ankam, konnte er das Gewehr und den toten, blutigen Mann erkennen.
Es entbrannte ein heftiger Kampf um die Flinte, der von einem zufällig hinzugekommenen Deputy Sherriff beendet wurde. Charles gab den Wagen auf, rannte in den protzigen Packard (dessen ehemaliger Besitzer auch mit dem Leben bezahlen musste) und raste mit Caril Ann davon.

Nach einer High Speed Verfolgungsjagd konnte die Polizei schließlich das Mordpärchen festnehmen.

Charlie und Caril, die „true life“ Vorlagen zu Natural Born Killers mordeten im Winter 58 insgesamt 11 Menschen.

Charlie verbot seinem Anwalt während seiner Gerichtsverhandlung auf unzurechnungsfähig zu plädieren. Alles was er hätte, wäre sein Hass, seine Kanonen. Und alles was er wollte, wäre, seine „kleine Welt“ zu verteidigen.

Am 25 Juni 1959 wurde Starkweather auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Seine minderjährige Freundin wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und 1977 begnadigt.

Im Grunde zählt Charles Starkwaether nicht zu den klassischen Serienkillern, wie sie mittlerweile vom FBI definiert werden.
Ein Serienkiller ist (in der Regel ein weißer) Mann, der einen festen Wohnsitz hat und von dort aus immer wieder erneut auf „Beutezug“ geht.
Starkweathers Aktion wird vom FBI als „Killing Spree“ bezeichnet und würde in Deutschland dem klassischen „Amoklauf“ entsprechen.
Natürlich gibt es, bedingt durch die starke Motorisierung, auch den „mobilen Serienmörder“, wie zum Beispiel der berüchtigte Henri Lee Lucas oder der notorische Mädchenkiller Ted Bundy.