Pedro Alonzo Lopez

300(?) Opfer


Als im Sommer 1980 ein endloser Regen den Fluss der zentralecuadorianischen Stadt Ambato über die Ufer treten ließ und dabei die vier Leichen von jungen Frauen freigelegt hatte, ahnte noch niemand etwas von dem unaussprechlichen Horror, der in den folgenden Monaten ans Tageslicht kommen sollte.

Die Polizei konnte nur feststellen, dass die toten Frauen gefesselt und offensichtlich erwürgt und vergewaltigt worden waren. Nur einige Tage später nahmen Bürger von Ambato einen Mann fest, der das zwölfjährige Indio-Mädchen Marie Carvina Poveda vom Marktplatz entführen wollte.

Der von der Polizei gefasste Mann erzählte zunächst kein Wort. Aber als ein Polizist, der sich als sein Zellengenosse tarnte, nach seinem Leben fragte, sprudelte der Verdächtige mit einer so schrecklichen Geschichte heraus, die bislang jemals im modernen Südamerika gehört worden war. AP

Allein in Ecuador -so Pedro Alonzo Lopez- hatte er 110 Frauen und Mädchen vergewaltigt und getötet. Als Beweis führte der 31jährige die Polizei zu über fünfzig Gräbern, wo sie Mädchen von acht bis zwölf Jahren exhumieren konnten.

„Lopez war ein Schatten, das Monster aus den Anden“ und manche Kriminologen schätzen die Zahl seiner Opfer auf über 350.

Geboren 1949 in Tolmia Kolumbien als eines von 13 Kindern, Sohn einer Prosituierten, belästigte Lopez im Alter von 8 Jahren eine seiner Schwester. Damals war Kolumbien kein Ort an dem Menschen freiwillig gelebt hätten. Nach der Ermordung des liberalen Politikers Elie´cer Gaita´n, war ein zehnjähriger Bürgerkrieg ausgebrochen, der die schrecklichsten Greueltaten hervorbrachte und insgesamt 200 000 Todesopfer forderte.

Rohheit und Verbrechen waren damals ein alltagsgeschäft der Nationalen Kräfte, der Paramilizen und Guerillas. Die Verbrechensrate war um das fünfzigfache höher als irgendwo anders auf der Welt. Seine Mutter jagte ihn hinaus auf die Straßen, wo er prompt von einem Mann vergewaltigt wurde.
Pedros angst war unermesslich groß. Er wanderte nur bei Nacht, schlief in leerstehenden abbruchhäusern und mied menschliche Gesellschaft wo er nur konnte.
Beinahe verhungert wurde Lopez von einem amerikanischen Ehepaar aufgelesen, das ihm nahrung und Wohnung versprach. Lopez, misstrauisch aber von Hunger gequält, willigte ein und kam in eine Tagesstätte für Waise.

Was sich wie eine glückliche Fügung in Pedros Leben anhört, fand im Alter von 12 Jahren ein abruptes Ende, als ein Lehrer der Tagesschule ihn vergewaltigte. Pedro stiel daraufhin Geld aus der Kasse und verschwand in den Straßen Kolumbiens, wo er sich die nächsten sechs Jahre als Gelegenheitsdieb durchschlug.

Lopez startete seine Knast Karriere als Autodieb, bis er im Alter von 18 Jahren verhaftet wurde.Im Gefängnis wurde er nach zwei Tagen von vier älteren Mithäftlingen brutal vergewaltigt.
Lopez fertigte sich anschließend aus irgendwelchem Material, das er auftreiben konnte ein grobschlächtiges Messer und tötete drei seiner Vergewaltiger in den nächsten zwei Wochen. Die Behörden reagierten einfach auf diese Morde: sie gaben Lopez lediglich zusätzliche zwei Jahre.

Lopez war unfähig eine normale Beziehung zu einer Frau aufzubauen, was einereits sicherlich auf das extrem harte und unfaire Regime seiner Mutter zurückzuführen war, aber andererseits vielleicht auch in der allgemeinen Verrohung, die er als Jugendlicher mitansehen musste. Wie die meisten sexuellen Psychopathen, behalf sich Lopez mit der exzessiven Lektüre von pornografischen Schriften.

Lopez: „Ich wurde mit acht Jahren vergewaltigt und fand es nur gerecht, genanu dieses mit sovielen Mädchen wie möglich zu tun“

Lopez verließ Kolumbien in Richtung Peru, wo er bis zum Jahre 1978 insgesamt 100 Mädchen getötet hatte. Im Allgemeinen streunte er auf den Marktplätzen umher, suchte sich weibliche Opfer, vergewaltigte sie und strangulierte sie.

In dem Indianerdorf Ayacucho in den Anden wurde er von den Eingeborenen erwischt, als er sich an einer neunjährigen zu schaffen machte. Die Ayacuchos prügelten und folterten ihn stundenlang und waren gerade dabei ihn lebendig zu begraben, was ihnen eine weiße Missionarin allerdings ausredeten.

Die Behörden, den sie den Mann überantworteten behandelten den Fall eines vergewaltigten Indiomädchens zweitrangig und schoben Lopez nach Ecuador ab. Immer wieder trieb es ihn nach Kolumbien, und in dieser Phase seines Lebens tötete er 110 weitere Frauen und Mädchen.

Die Behörden jedoch wurden langsam von der hohen Zahl vermisster Frauen beunruhigt.

Aus Pedro Lopez‘ Geständnis:

„Ich ermordete mindestens 110 Mädchen in Ecuador, 100 in Kolumbien und viel mehr als hundert in Peru. Am liebsten mag ich die Mädchen aus Ecuador. sie sind sanft und Fremden gegenüber nicht so argwöhnisch wie die kolumbianischen.“

Er gestand, seine Opfer weitgehend auf Marktplätzen gefunden zu haben, um sie dann zu entführen und zu töten. Er bevorzugte Mädchen, die „einen unschuldigen Gesichtsausdruck hatten“

Er tötete niemals in der Nacht, weil er den Todeskampf seiner Opfer im hellen Tageslicht beobachten wollte, woraus er auch seine höchste sexuelle Befriedigung zog. Er gestand, dass er die Mädchen auch nach ihem Tode vergewltigte oder verstümmelte. Manchmal hielt er perverse „Tea Parties“ mit ihnen, schmückte sie mit Blumen und kleidete sie in gestohlene Gewänder.

„I think his estimate of 300 is very low.“

Victor Lascano, Gefängnisdirektor

Der berühmte FBI Profiler Robert Ressler (Foto) berichtete folgendes über Serienkiller und deren Mütter:

„It’s part of the profile, serial killers very often have obsessions of some kind with their mothers. A love-hate relationship, in popular language. These moms usually aren’t candidates for mother of the year, although they aren’t necessarily abusive either. The common thread seems to be the sexual element, mothers who were very seductive, who had many sex partners of which the son was aware. Of course, the children of prostitutes are more likely to be exposed to this type of behavior.“

Im Jahre 1999 gab er einem Korrespondenten des „National Examiner“ ein Interview aus dem folgende Aussagen stammen:

„Ich bin der Mann des Jahrhunderts. Niemand wird mich je vergessen!“

Ich verfolgte meine Opfer, indem ich auf den Marktplätzen spazieren ging und nach Mädchen ausschau hielt, die eine gewisse schönheit und Unschuld ausstrahlten. Ich folgte ihnen in einigen Fällen über mehrere Tage hinweg und wartete darauf, dass ich alleine mit ihnen war. Ich versprach ihr dann kleine Geschenke und sie folgten mir jedesmal bis zum Stadtrand.
Ich brachte sie zu meinen Geheimverstecken, wo ich bereits ein Grab ausgehoben hatte. Manchmal lagen an diesen Orten bereits mehrere meiner Opfer begraben. Im ersten Tageslicht zwang ich die Mädchen zum Sex und sobald die sonne aufging legte ich meine Hände um ihren Hals und erwürgte sie.
Es war wundervoll, dabei in ihre Augen zu blicken. Ein nächtlicher Mord wäre pure Verschwendung gewesen. ich liebte den Moment, in dem der Funke, das Glitzern aus ihren ugen verschwand. Der Moment des Todes ist umwerfend und aufregend. Nur diejenigen, die bereits getötet haben, können das verstehen.

„Sollte ich eines Tages entlassen werden, werde ich diesen Moment wieder fühlen können!“

„In der Regel dauerte es fünf bis fünfzehn Minuten bis der Tod eintrat. Ich handelte sehr überlegt und verbrachte eine lange Zeit mit ihren Leichen, um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich tot waren. Manchmal erwachten sie wieder und ich musste sie ein zweites Mal töten. Sie haben niemals geschrien, denn sie waren auf nichts gefasst und so unschuldig.“

Zur Zeit sitzt Pedro Lopez immer noch im gefängnis in Ecuador, wo er auf eine Begnadigung hoffen kann. sollte es dazu kommen wird er allerdings nach Peru und Kolumbien ausgeliefert, für die Massenmorde die er dort begangen hatte.