Der Morgen dämmert in Utopia.

Ich erwache aus dem pulsierenden Glühkäferschlaf und sehe die Löwen, die Schafe, die Kinder, meine Väter und meine Mütter.

Ich habe von einer schönen Frau geträumt. Ich erzähle meinen Müttern davon, aber sie sehen sich nur fragend an.

Sie kennen außer dem Schönen nichts, also ist es ihnen völlig unverständlich.

Meine Träume werden von Tag zu Tag fremder. Aber auch „fremd“ ist in Utopia unbekannt. Alles ist nahe, schön, friedlich. Genauso wie die Wolken am Himmel nie zu viel Regen bringen und nie zu viel Sonne, so leben die Menschen hier in für mich scheinbarer Freiheit.

Die Frau hat mir im Traum ihren Namen gesagt.

„Nenne mich Yumiko“, sagte sie.

„Mein Name ist Urizen“, antworte ich.

Sie betrachtet mich lange.

„Du bist größer und stärker als die anderen Kinder hier. Was bedeutet dein Name?“

Ich verliere mich in ihren Augen. Will sie mich meiner Welt entreißen? „Mein Name kommt von Horizont

„Woher kommt das Wort Horizont?

„Ich weiß es nicht.“

Sie lächelt und sagt, dass es von dem Wort reason, Vernunft kommt.

Aber dieses Wort kennen wir hier in Utopia nicht.