Fünfzehnter Tag


Lied des Tages:
"Die Nußknacker Suite"





Die besten Weihnachtsfilme Teil II

Und weiter geht's in meiner subjektiven Liste der besten Weihnachtsfilme. Euch fallen sicher noch zig andere ein, die ich schlichtweg vergessen hab!

The Santa Clause Santa Clause – Eine schöne Bescherung - The Santa Clause (1994) von John Pasquin

Tim Allen tötet aus Versehen Santa Claus und muss nun sein Nachfolger werden. Er nimmt beträchtlich an Umfang zu, sein Bartwuchs wird unkontrollierbar und eh er sich's versieht ist er Chef von Weihnachten!

Versprochen ist versprochen "Versprochen ist versprochen" – Jingle All The Way (1996) von Brian Levant

Arnold Schwarzenegger ist eine Niete als Papa! Andauernd verspricht er seinem Filius was, das er nie einhält. Doch eines Weihnachten kommt alles anders: ein ironisches Feuerwerk über die Jagd nach einer Spielzeug-Actionfigur.

Das Wunder von Manhattan "Das Wunder von Manhattan" – Miracle on 34th Street (1947/1994) von Les Mayfield (Original: George Seaton)

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich? Typisch amerikanische Zuckergusskomödie mit einer Menge Herz. Ach es ist schön, die Brachialkapitalisten zu beobachten, wie sie für anderthalb STunden ihre eigene Demontage betreiben. Chris Kringle, auch bekannt als Santa Claus arbeitet under cover als Kaufhausweihnachtsmann.

The Nightmare Before Christmas The Nightmare Before Christmas (1993) von Tim Burton/Henry Selick

Jack Skellington ist ein frustrierter Bewohner von Halloweenland. Als Spukgespenst wird er neidisch auf die knallbunte Weihnachtswelt und stellt ein Chaos an. Gnadenlos bildgewaltiges Puppenmusical voll von spritzigen Ideen und skurrilen Figuren.

Die Muppets Weihnachtsgeschichte "Die Muppets Weihnachtsgeschichte" - The Muppet Christmas Carol (1992) von Brian Henson

Niemals versäumen! Michael Caine als geiziger Misanthrop Ebenezer Scrooge und die ganze Muppetbande bevölkern eine der schönsten Umsetzungen von Charles Dickens' unvergägnglichem "Christmas Carol"




Frau Gauden zieht umher

Es war einmal eine reiche vornehme Frau, die hieß >Fru Gauden<. So heftig liebte sie die Jagd, daß sie das sündli- che Wort sprach: »Darf ich immerfort jagen, will ich nie zum Himmel ein. Fru Gauden hatte vierundzwanzig Töchter, die gleiches Verlangen trugen.

Als nun einmal Mutter und Töchter in wilder Freude durch Wälder und Felder jagten und wieder das ruchlose Wort: »Die Jagd ist besser als der Himmel« von ihren Lippen erscholl, siehe, da wandeln sich plötzlich vor den Augen der Mut- ter die Kleider der Töchter in Zotten, die Arme in Beine - und vierundzwanzig Hündinnen umklaffen den Jagd- wagen der Mutter, vier übernehmen den Dienst der Ros- se, die übrigen umkreisen den Wagen und fort geht der wilde Zug zu den Wolken hinauf, um dort zwischen Himmel und Erde, wie sie gewünscht hatten, unaufhörlich zu jagen, von einem Tag zum andern, von einem Jahr zum andern.

Längst schon sind sie des wilden Trei- bens überdrüssig und beklagen den frevelhaften Wunsch, aber sie müssen die Folge ihrer Schuld tragen, bis die Stunde der Erlösung kommt. Kommen wird sie einmal, doch wann, weiß niemand.

In den Twölven (denn zu andrer Zeit können wir Men- schenkinder sie nicht wahrnehmen) lenkt Fru Gauden ihren Jagdzug zu den Wohnungen der Leute; am liebsten fährt sie christnachts oder in der Altjahrnacht über die Dorfstraßen, und wo sie eine Haustür offen findet, da sendet sie eine Hündin hinein. Ein kleiner Hund wedelt nun am andern Morgen die Bewohner des Hauses an, er fügt niemandem ein Leid zu, außer daß er durch sein Gewinsel die nächtliche Ruhe stört.

Beschwichtigen läßt er sich nicht, auch nicht verjagen. Tötet man ihn, so verwandelt er sich am Tage in einen Stein, der, weggeworfen , durch unmittelbare Gewalt ins Haus zurück- kehrt und nachts wieder zum Hund wird. Dieser Hund wimmert und winselt nun das ganze Jahr hindurch, bringt Krankheit und Sterben über Menschen und Vieh und Feuergefahr über das Haus: Erst mit Wiederkehr der Twölven kehrt des Hauses Ruhe zurück. Jeder achtet darum in den Twölven sorgsam, daß zur Abend- und Nachtzeit die große Haustür wohl verschlossen gehalten werde; wer es unvorsichtig versäumt, trägt selbst die Schuld, wenn Fru Gauden bei ihnen einkehrt.

So geschah dies auch einmal den Großeltern jetziger Hauswirtsleute zu Bresegardt. Die waren noch obendrein so töricht, das Hündlein zu töten, aber dafür war auch von Stund an kein »Säg und Täg« (Segen und Ge- deihen), bis zuletzt das Haus in Flammen unterging. Glücklicher daran waren die, welche der Fru Gauden einen Dienst erwiesen. Es begegnet ihr zuweilen, daß sie in der Dunkelheit der Nacht den Weg verfehlt und auf einen Kreuzweg gerät. Kreuzwege sind aber der guten Frau ein Stein des Anstoßes, und so oft sie sich auf einen solchen verirrt, zerbricht ihr etwas an ihrem Wagen, das sie selbst nicht wieder herzurichten vermag.