uatember.

Streit des Karnevals mit der Fastenzeit Vom lateinischen "quattuor tempora", vier Zeiten abgeleitet. Damit sind drei spezielle Fastentage in der katholischen Kirche gemeint, die zu Beginn einer jeden Jahreszeit eingehalten werden (sollen). Und zwar am Mittwoch, Freitag und Samstag der ersten fastenwoche, in der Pfingstwoche, nach dem 14. September und nach dem 13. Dezember.

Zwar gilt der ganze Advent (wie auch die erste Fastenzeit des Jahres) als Fastenzeit, dennoch sah sich die Kirche genötigt EXTRA Fastentage einzulegen, wahrscheinlich weil das Volk (und vor allem der Klerus selbst) die Fasterei nicht allzu genau nahm. All das führte zu der Entwicklung spezieller Fastenspeisen, wie bayerisches Starkbier, Maultaschen, Lebkuchen, Frankfurter grüne Soße (unter der sich trefflich ein Stück Siedfleisch verstecken ließ). Am weitesten trieben es mal wieder die Mönche, die ungebohrene Kälber als Fische deklarierten (die ja im Fruchtwasser schwimmen) und diese genüsslich verzehrten.


Bild oben links: Pieter Bruegel der Ältere (1526/30 - 1569) "Streit des Karnevals mit der Fastenzeit", Detail


uempas Singen.

Michael Praetorius

Abgeleitet von dem lateinischen Weihnachtslied "Quem pastores") erwuchs seit dem 15. Jahrhundert der Brauch des Quempas-Singens. Dies fand nach der Christmette in den frühen Morgenstunden des ersten Weihnachtsfeiertages statt, indem die Sänger von Haus zu Haus zogen um Gaben zu erheischen (wie es heute noch als "wassailing in angelsächsischen gebieten Brauch ist).

Ursprünglich waren die Quempassänger Lateinschüler und sangen auch in Latein. Seit dem 16. Jahrhundert sind deutsche Fassungen belegt, am bekanntesten wurde diejenige bei Michael Praetorius, Musae Sioniae 1607, mit dem deutschen Text "Den die Hirten lobeten sehre" Quempas Singen heutzutags

Berühmt war die Quempasmesse in Luckau, in der Nieder-Lausitz. Sie begann um fünfe in der Früh und zog sich stundenlang hin. Im Mittelpunkt stand das "Quem pastores" das von vier Chören im Wechsel gesungen wurde.

Wie sich denkenb lässt, war die ganze Quempas Singerei auch ein recht feucht fröhliches Vergnügen. Wilhelm der I. von Preußen erließ denn auch ein Verbot des Quempas Singens, was aber durch seinen Nachfolger, Friedrich dem Großen wieder aufgehoben wurde. Heutzutage erlebt das Singen wieder eine Renaissance.

Und so geht der Liedtext der 1. Strophe. Dabei wurde das Latein nach dem Motto: "Reim dich oder ich fress dich" übersetzt.



Quem pastore laudavere     Den die Hirten lobten sehre Quibus angeli dixere     Und die Engel noch viel mehre Absit vobis iam timere     Fürcht euch fürbaß nimmermeh Natus est rex gloriae     Euch ist geboren ein König in Ehr'

Hier könnt ihr die midid Datei anhören









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