erchta.

Österreichische Perchtengestalt

Hier entfernen wir uns (wieder einmal) recht weit vom ursprünglichen Weihnachten, aber nur um volle Hulle mitten in dessen Herz zu fahren: die Perchta stammt aus dem nordischen Mythologienkreis, wo sie als eine der Nornen, fadenspinnende Schicksalsgöttinnen bekannt war. Sie ist vor allem im Alpenraum eine Schreckensgestalt und fährt mit der "Wilden Heer" durch die schauerlichen Himmel der Rauhnächte. In Norwegen ist sie auch als "Huldra" bekannt, die in den Wassern lebt. Aus Grimms Märchen kennen wir natürlich "Frau Holle", die ebenfalls nichts anderes ist, als die gute alte, spinnenfüßige Perchta.

Im alpenländischen Raum wird die Perchta (deren Haupttag der 6. Januar -Epiphanias- ist) durch die "Perchten" vertrieben, schauerlich geschmückten Mannsbildern mit grässlichen Masken.

Perchta bestraft (wie Frau Holle) Faulheit und auch unangebrachte Neugier. Die Bestrafung kann von einfachen Albträumen bis hin zum Aufschlitzen des Bauches reichen. Der Bauch des Opfers wird gerne mit Steinen gefüllt, um es in einem Brunnen zu versenken. Zum Beispiel wird Kindern, die ihr Zimmer nicht aufräumen wollen, angedroht, dass Frau Perchta ihnen in der Nacht den Bauch mit den nicht aufgeräumten Dingen füllen wird. Zudem kann Perchtas Atem töten oder blenden.


lätzchen.

Mmmmhhh....Weihnachtsplätzchen Oh Mann! Was freue ich mich wieder auf die Plätzchenzeit. Es gibt sie erst seit dem 19. Jahrhundert, davor waren sie den reichen vorbehalten, die sich die Zutaten wie Butter und Zucker leisten konnten. Viel gibt es über diese köstlichen Gebäcke nicht zu schwadronieren, außer vielleicht, dass sich alle Jahre wieder die Rezeptzeitschriften darin überschlagen, allerlei modernes Zeug zu kreiren, das kein Mensch wirklich mag.

Ähnlich schrecklich ist der Brauch, Plätzchen in vollwertige Gesundheitsschmankerl zu verwandeln. Da kommt es einem manchmal vor, als ob man einen guten Bissen Sand oder Kies im Maul hätte. Nein danke! Zu den Klassikern gehören auf jeden Fall: Spritzgebäck (mit Haselnüssen veredelt), "Ausgestochenes" oder Buttergebäck, Hildabrötchen (Spitzbuben), Rumtörtchen, Spekulatius, Vanillekipferl und Husarenkrapferl.

Für Naschkatzen gibt es hier meine Lieblings Weihnachtsplätzchen




fefferkuchen.

Der allseits beliebte Pfefferkuchenmann Eigentlich Gewürzplätzchen, denn "Pfeffer" war in früheren Zeiten ein Synonym für Gewürze schlechthin. Hier eines meiner Lieblingsrezepte. Die Plätzchen entwickeln ihr volles Aroma erst nach einer mehrtägigen Lagerzeit!

  • 70 gr. Butterschmalz
  • 70 gr. Zucker
  • 1 Ei
  • 1/2 TL weißer Pfeffer, gemahlen
  • 1/2 TL Koriander, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 TL Zimt
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • 200 gr. Mehl
  • 1 verquirltes EIgelb
  • 2 EL Mohnkörnchen

Schmalz schaumig rühren, dann Zucker, Ei, Gewürze und Mehl dazugeben. Teig 20 Minuten kalt stellen, ausrollen und Plätzchen ausstechen.

Plätzchen auf Backblech geben, mit Eigelb bepinseln und mit Mohn bestreuen.

Bei 200 Grad ca. 15 Minuten backen







Weihnachts Hauptseite