ikolaus.

Der heilige Nikolaus rettet die Studenten In vielen anderen Ländern ist Nikolaus auch unter folgenden Namen bekannt: Klass, Sint Nicolaas, Sveti Nikolaj (Slowenien), Sveti Nikola (Kroatien und Serbien), Sinterklaas (Niederlande), Swiety Mikolaj (Polen), Nikolo (Österreich), Pai Natal (Portugal), Samichlaus/Santiglaus (Schweiz) oder Kleeschen (Luxemburg). Father Christmas (England und Irland), Saint Nicolas (Frankreich), Noel Baba (Türkei), Santa Claus (Nordamerika), Papai Noel (Brasilien).

Dem "einen" Nikolaus liegen wohl zwei unterschiedliche historische Figuren zu Grunde. 1. Bischof Nikolaus von Myra in Kleinasien (heute Türkei), lebte in der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts. 2. Abt Nikolaus von Sion, Bischof von Pinara, ebenfalls Kleinasien, gestorben am 10.12.564. Beider Wirken fällt in der Heiligenfigur des Nikolaus zusammen, dem Schutzpatron der Schifffahrt, der Bäcker, Kaufleute und vor allem der Schulkinder.

Der Bischof von Myra verhalf der Legende nach drei bettelarmen Jungfrauen zu einer Mitgift, die es ihnen erlaubte, zu heiraten, anstelle (wie in der "guten alten Zeit" üblich)ins Bordell zu kommen.

Der heilige Nikolaus von Myra Meine Lieblingsgeschichte des Heiligen: Als er dereinst von einer Weihe zurück nach Myra wanderte, kam er in einem finsteren Wald an einem Gasthof vorbei. Der Wirt daselbst benahm sich recht merkwürdig. Er schwitzte und zitterte, war zerstreut und der heilige Mann fragte ihn alsbald: "Warum ist soviel Angst und Unruhe in dir?" Da gestand der Wirt seine schändliche Tat. Er habe drei wandernde Studenten ermordet, sie zerteilt und in einem Fass eingepökelt.

Das sprang Nikolaus auf, stürzte zu dem Pökelfass und holte einen Jüngling nach dem anderen unversehrt wieder zurück ins Leben. Gottlob wusste keiner von ihnen, was ihnen angetan wurde, so zumindest will es ein alter Reim:

"Der erste sagte: "Ich schlief so schön.
Der zweite: Das ist auch mir geschehn.
Der dritte aber, der sprach dies: Ich wähnte mich im Paradies."

Seither ist er der Schutzheilige der Schüler, und wohl deshalb besucht er jedes Jahr die unteren Klassen und verbreitet wohlige Schauer unter den ehrfürchtigen Kids.

Der gute Mann rettete zudem auch manch ein Schiff aus schlimmster Seenot, was erklärt, das er jedes Jahr in Antwerpen den Rhein herabgeschippert kommt, oder die Flößer an der Isar in nach Tölz übersetzen, wo er den Kindern beschert. Manchmal steigt er auch auf einer goldenen Leiter vom Himmel herab, meist begleitet von allerlei bärbeißigen Gesellen, wie dem Knecht Ruprecht, dem Hans Trapp und anderen vermummten Kerlen, die den Kindern zwar gehörig Angst einjagen (denn sie tragen immerhin die Ruten!), aber nur symbolisieren, wie das Böse dem Guten untertan ist, oder das Unzivilisierte dem Zivilisierten zu folgen hat! Der Coca Cola Claus

Dargestellt wird er heute korrekter Weise mit Bischofsstab und Mitra, obwohl er letztere in den protestantischen Länder gerne mal mit einer unkatholischen Zipfelmütze vertauscht hat (und lieber "Weihnachtsmann" genannt wird). Seit einigen Jahrzenten hat er sich in jene pausbäckige, wohlbeleibte Gestalt verwandelt, wie sie der pfälzische Zeichner Thomas Nast im 19. Jahrhundert für Harper's gezeichnet hatte. Und seit Coca Cola den angelsächsischen "Santa Claus" zum rot-weiß gekleideten Werbeträger gemacht hatte, tritt er den Siegeszug über alle Brauseländer an.

Wer jede Menge Nikolausbilder von Thomas Nast, Haddon Sundblom (Coca Cola) oder dem phantastischen Norman Rockwell sehen will, der besuche meine Weihnachtsgalerie


Bild oben links: Illustration eines alten Manuskripes
Bild mitte rechts: Ikone von Aleksa Petrov, 1294 "Nikolaus von Myra"
Bild unten links: Haddon Sundblom (1899 - 1976) "Der Coca Cola Santa Claus"


eujahr.

Eine alte Neujahrspostkarte

Fast alle Kulturen feiern ein Neujahrsfest, wenn auch nicht immer zum gleichen Datum. Für die alten Ägypter fand es (nach unserem Kalender) am 19. Juli statt, dem Tag an dem die Sothis (der Sirius) im Osten aufging und eine kommende, fruchtbare Nilflut verkündete. Auf der Nordhalbkugel fiel früher das Neujahr meist in die Zeit der Frühlings-Tag und Nachgleiche, während in Athen das neue Jahr mit dem Sommeranfang begann.

Bei den Kelten begann das Neue Jahr am 1. November und ihr "Samhein" Fest (Tod des Sommers) wird heute noch als Halloween gefeiert. Das römische Jahr begann mit dem März, also dem Frühlingsbeginn, einem Monat der dem Kriegsgott Mars gewidmet war. Was auch erklärt, warum der "Dezember" der "10. Monat" bedeutet. Ab 153 vor unserer Zeit war dann der Januar der erste Monat bei den Römern.

Julius Cäser setzte im Jahr 45 v.u.Z. den 25. Dezember als Neujahrstag an, einen Tag nach dem 24. den man damals als kürzesten Tag des Jahres berechnet hatte, und gründete somit den "julianischen Kalender". Doch dann entschloss man sich, das Jahr erst sieben Tage später zu beginnen, damit der Anfang des ersten reformierten Kalenderjahres auf den Neumond fiel.

Heute wie einst, nimmt man sich in der (besonders zauberkräftigen) Neujahrsnacht, besonders viel Gutes vor. Psychologen raten aber eher davon ab, da sich ein solch künstlicher Druck meist immens negativ auswirkt. Die ganzen Zuwachse der Lightprodukt Industrie sind wohl auf solche "frommen" Vorsätze, mit denen ja bekanntlich der Weg zur Hölle gepflastert ist zurück zu führen.


ussknacker.

Titel: Nussknacker und Mausekönig Einerseits ein unverzichtbares Werkzeug, mit dam man der weihnachtlichen Nüsseflut Herr werden möchte, andererseits eine prachtvolle Märchenfigur einer Geschichte des deutschen Schriftstellers ETA Hoffmann, die zum Anführer eines wackeren Spielzeugheeres gegen den bösen "Mausekönig" wird. ("Nussknacker und Mausekönig").

Alexandre Dumas' Version der Geschichte wurde später von Pjotr Iljitsch Tschaikowski vertont und zu einem der populärsten Ballette. Es wird von vielen Theatern und Opernhäusern regelmäßig - meist um die Weihnachtszeit herum - aufgeführt und spricht Kinder sowie Erwachsene gleichermaßen an. Die bekannteste und beliebteste Melodie, der "Tanz der Zuckerfee", könnt ihr euch als Midi Datei hier anhören

Der Nussknacker in Menschengestalt stammt wohl aus Bayern und Thüringen, wo er im 17. und 18. Jahrhundert als Spielzeug produziert wurde. Aus dem Erzgebirgischen Land stammt der eher soldatische Typus.









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