riede auf Erden

Gell, das obige Wort wirkt schon befremdlich: "Friede auf Erden". Über 140 Kriege toben zur Zeit auf der Welt. Oder einige mehr? Was sind schon Zahlen unter Freunden? 2000 Kinder sterben täglich an Hunger und ungezählte Erwachsene. Ich will mich hier nicht über die Schlechtigkeit der Welt ergehen: sie war noch nie friedlicher oder besser. Taub gemacht durch die Medien, haben wir uns an das Massensterben gewöhnt und wenden uns spektakulären Einzelschicksalen zu, die, so tragisch sie auch sein mögen, vom großen Schlachten ablenken. Und der "Frieden", den wir hier in unseren westlichen, "zivilisierten" Ländern erleben? Die Balkankriege haben gezeigt, die dünn das Häutchen ist, das die Zivilisation von der Barbarei trennt. Geben wir's zu: wir sind noch lange nicht so weit sozialisiert, wie wir es sein könnten. Die Bildung in den Industrieländern geht zurück, Gewaltakte sind die Antwort von (meist) jungen Männern auf die sozialen Einöden "unserer" Welt.

Wissenschafter haben dem Phänomen einen Namen gegeben. Sie fragten sich, wie die Massaker in Nazideutschland, Kambodscha, Ruanda oder auf dem Balkan nur möglich waren? Sie fanden ein evolutionäres Relikt im Frontalhirn junger Männer. Sie nennen es Syndrom E. Agggressionen waren und sind der Antrieb menschlicher Evolution. Alte Männer wissen, wie sie die jungen zu den gewünschten Gräueltaten antreiben können. Ideologien, Philosophien, Religionen, Territorialstreitigkeiten sind nur äußere ANlässe. Der Krieg liegt in uns verborgen. Ich finde, wie fromm und albern dieser Wunsch auch sein möge, dass Weihnachten allemal ein gutter Startpunkt ist, um den inneren Krieg zu bekämpfen.




asten.

Da ich andernorts bereits mehrmals auf die Bedeutung von Essen und Trinken in der Weihnachtszeit hingewiesen habe, so möge hier auch das Fasten zu seinem Recht kommen. Für meine Begriffe ist das vorweihnachtliche Fasten das schwerste. Beginnend mit dem ersten Advent heißt es darben. Und das (wenn schon denn schon) bis zur Mitternacht des heiligen Abends.

Da gibt es die Geschichte vom Priester, der die Christmette feiert und dabei nur noch an mit Gänsen, Enten, Hühnern und Wachteln gefüllte Schwäne denken kann, an Soßen, Suppen, buttrige Beilagen, knusprige Braten und schwere Weine. Dabei schludert er die Messe herunter, vergisst wichtige Passagen und landet nach seinem Lebensende (das ihn direkt nach der Völlerei erwartete) als Geist in seiner eigenen Kirche.

Und die alte Kirche meinte es noch strenger: Beginn der Fastenzeit nach Martini. 11. November. Schnell noch eine Gans verputzt und dann nur noch Brot, Fisch und Kohl... kein Wunder, dass der dritte Adventssonntag kirchlich "Gaudete", "frohlocket" heißt, denn die Zeit des Darbens ist bald vorbei. Erfindungsreich waren da unsere Freunde, die Mönche, manchmal auch despektierlich "Klöstermopse" genannt. Sie brauten das starke Bockbier, versteckten Hackfleisch in Maultaschen ("Herrgottsbescheißerle) und deklarierten ungeborene Tiere als "Fische, denn sie schwimmen ja im Fruchtwasser". So sehe ich vor meinem unchristlichen Auge (denn ich halte nicht viel vom Fasten), einen runden Pfaffen an einer Tafel samt Bockbier und gebratenem Kalbsfötus. Wie heißt es doch: "Dem Herrgott ist ein reuiger Sünder allemal lieber als ein Heuchler". Darauf ruht mein Gottvertrauen, Freunde!


estliche Haselnusstorte.

Genug vom Frieden und Fasten. Hier ein wundervolles Festagsrezept:

  • KUCHEN
  • 150 gr gemahlener Haselnüsse
  • 140 gr. zimmerwarme Butter
  • 160 gr Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 6 Eigelbe
  • 6 Eiweiße
  • 90 gr. Quark (20%)
  • SCHOKOCREME und FÜLLUNG
  • 100 gr Aprikosenmarmelade
  • 400 ml Sahne
  • 200 gr dunkle Schokolade (Kuverture)

Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett etwas anrösten und abkühlen lassen.

Butter mit der Hälfte des Zuckers und Vanillezucker weißschaumig schlagen. Nach und nach die Eigelbe unterrühren. Zitrone zugeben.

Den Quark und die Haselnüsse unterheben.

Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Am Schluss den restl. Zucker einrieseln lassen und alles kräftig weiter schlagen.

Eiweißmasse unter den Teig heben.

Eine 28cm Springform fetten und mit Mehl bestäuben. Backofen auf 170 Grad vorheizen.

Den Kuchen in ca. 45 Minuten durchbacken. Abkühlen lassen, aus der Form nehmen und einmal durchschneiden.

Die Aprikosenmarmelade erwärmen und damit die untere Hälfte des Kuchens bepinseln. Deckel wieder auf den Kuchen geben

Die Sahne aufkochen. Schokolade fein hacken und in die Sahne geben und schmelzen lassen. Abkühlen und mindestens 4 Std im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Sahne-Schokocreme mit dem Mixer kräftig cremig aufmixen und den Kuchen damit einstreichen.







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