dvent, Früher eine Zeit der Fastens und der Einkehr, heute eher eine Zeit der präventiven Schlemmens und des Einkaufs bzw. der Einkehr in die Wirtschaft. Kaufhäuser rüsten auf und die Stimmung der Leute (unter wachsendem Harmoniedruck) wandert in Richtung "Einkaufsrambo".

Ich persönlich finde diese Zeit wunderbar (sofern ich sie halbwegs genießen kann):
An den grauen Winterhimmeln tauchen Kraniche, Graureiher, Wildgänse und Kormorane auf, die Zeit der Lichtfeste rückt näher, die Bücherauswahl wird beschaulicher (was lese ich gerne Weihnachtsgeschichten!) und die Kochbücher werden nach jahreszeitlichen Rezepten durchstöbert.

Höhepunkt ist aber immer noch der Adventskalender, und zwar OHNE Schnapsbohnen, sondern pur, mit netten Bildchen! Es bedarf schon einiger Anstrengungen, seinen kindlichen Geist wiederzubeleben, der unter all dem aufgeblasenen Mist unserer dummschwätzenden Gesellschaft begaben liegt, aber die Mühe ist es wert. Der Adventskalender bedeutet für mich auch, dem Rasen der Zeit zu entgehen, indem ich wenige Minuten am Tag an das Ritual der Türchen vergebe. Klar einer der schönsten Kalender mit vielen Bildern und Geschichten, Links und Melodien ist der WildWeb Adventskalender

Die Advents-Donnerstage waren die "Klopfnächte" geheißen. Donar, der Herr des Donnerstags, ein germanischer Donner- und Fruchtbarkeitsgott, sollte jetzt wohlgestimmt werden, damit das nächste Jahre wieder Pracht und Gedeihen brächte. Ihm zu Ehren liefen die Kinder durch die abendlichen Dörfer und warfen händevoll Erbsen oder Steinchen an die Fenster.Klar schauert es einen, wenn man im dunklen Zimmer sitzt, bei Kerzenschein ein wenig liest und plötzlich ein Donnergrollen an die Fensterscheibe prasselt.

So mischen sich noch heute heidnische Brauchtümer mit christlichen Vorstellungen. Und auch für Atheisten oder Agnostiker gibt es ja mittlerweile ein religionsfreies Weihnachtsfest, mit Adventskalendern ohne religiöse Motive. Dennoch: Innehalten, EInkehr, meditation: das können wir alle in dieser Zeit. Versucht's mal!

Bild oben: Adventskalender um die Jahrhundertwende


ndreastag. Der 30. November ist der Beginn der sogenannten "Losnächte" oder "Rauhnächte", jener wahrsagekräftigen Zaubernächte rund um Weihnachten und Neujahr. Es ist der Tag an dem laut Kirche der heilige Andreas gekreuzigt wurde. Besonders das Wetter des künftigen Jahres wird hier in Bauernregeln angesprochen: "Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr", "Andreas' Schnee tut den Saaten weh" und "Andreasschnee - tut Korn und Weizen weh", "André bringt Schnee".


lkohol. Für manch einen der wahre Erlöser rund um Weihnachten. Seien wir ehrlich: die Weihnachtszeit bietet Millionen Ausreden, sich die Droge Nr.1 hinter die Binde zu schütten. Sei es aus Stress, Hektik oder purem Hedonismus: das uralte, vielleicht allererste Zivilisationsprodukt der Menschheit wird nicht nur beim heiligen Abendmahl, sondern auch beim anschließenden (oft unheiligen) Festmahl zuhause mehr als gebraucht. Für alle, die noch ein passendes Rezept zur Ausrede brauchen, hier klicken:

Kokos-Milchkaffe

Heiße Mandelmilch mit Eierlikör

Eierpunsch, Traditional Egg Nog

Brennendes Kosakenblut

Schwedischer Glögg

Polnischer Tee (Bierpunsch)

Würziger Teepunsch

White Christmas Chocolate







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