

| Die Ursprünge von "Halloween" |
war schon immer eine heidnische Angelegenheit.
Das Heer der Toten wurde von den Lebenden begrüßt und für die lange, endlose Wanderschaft geehrt und genährt.
Allerheiligen als Vorabend zu Allerseelen und Allerseelen selbst, dem Tag des christlichen Andenkens der Verstorbenen Familienmitglieder
wurden im ersten Jahrtausend von den Päpsten als christliche Antwort auf heidnische Bräuche eingesetzt.
N atürlich spielt Allerheiligen im angelsächsisch-amerikanischen Raum eine große Rolle als kinderschreckendes Volksfest Halloween,
ein zudem in Hexenkulten wichtiger, weil zauberkräftiger Feiertag.
W er es überlebt, sich in dieser Nacht auf dem Friedhof aufzuhalten, wird durch die Gabe belohnt, alle Toten des kommenden
Jahres vorrüberziehen zu sehen.
Ü berall sind sie, die Seelen der Vestorbenen, tanzen auf den taufeuchten Gräsern, hocken in Baumgipfeln, schwirren mit dem
Seelenwind durch die Lüfte oder schlüpfen mit Vorliebe
in Kröten und Frösche, die zu töten in dieser Nacht strengstens verboten ist.
W ie ehedem bei den Heiden, verlangt auch die christliche Überlieferung an diesen Tagen Speiseopfer. Früher deckte man in ganz Deutschland in der Allerseelennacht
den Tisch für die Seelengeister und wehe, ein hungriger Mensch wagte es, von diesen Speisen den Toten etwas wegzuessen: entweder die
aufgebrachten Verstorbenen zerrissen ihn auf der Stelle oder er mußte im Laufe des folgenden Jahres sterben.
Allerheiligen ist auch die Nacht, in der vielerorts zum ersten Mal die Öfen angeheizt wurden, damit die wandernden Seelen nicht
froren.
D as Essen, das von den Toten am nächsten Tag übriggeblieben war, wurde entweder verspeist oder den Bedürftigen gespendet.
So wurde der Allerseelentag auch zum Spendentag an dem die Brotbettelzüge der Armen durch die Straßen führten.
Vielerorts wurden extra Allerseelenwecken gebacken, von denen jeder, der verzehrt wurde, eine arme Seele aus dem Fegefeuer rettete.
A us diesen Bettelzügen entwickelte sich im angelsächsischen Raum auch die Halloween-Züge der Kinder, die um "Treats" (Gaben) bitten, andernfalls, sie "Tricks" (Streiche)
spielen würden.
W ehe, an Allerseelen läßt jemand Brot auf die Erde fallen! Jeden achtlos weggeworfenen Krümel wird man dereinst im Jenseits
wieder suchen müssen, keine Chance für Brotverschwender. Der Teufel selbst backt aus all den Resten einen Brotlaib, der dem armen Sünder
beim Jüngsten Gericht in die Waagschale der Sünden gelegt wird!
Auch beim Brotbacken sollte man der Toten gedenken und eine handvoll Mehl hinter sich werfen, für die armen Seelen und ebenso den ersten Wecken ins
Feuer geben. Aus den Teigresten buk man kleine Brötchen zum verschenken und noch nichtmal vor allzu langer Zeit stellte man in Süddeutschland
geweihtes Brot, Milch und Wein auf die Gräber und an die Kreuze und Grabsteine hängte man Seelenbretzeln.
Was an Milch übrig blieb spritze die Bäuerin den Mägden ins Gesicht, was bewirkte, daß diese beim nächstjährigen Heuen nicht schläfrig wurden.
Und um den armen Seelen im fegefeuer Kühlung zu verschaffen, aß man knochenförmige Semmeln mit kalter Milch.
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